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Erfolge der Homöopathie - nur ein Placebo-Effekt?

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Kritik der Homöopathie:

  1. Die Simile-Regel führt zur Gleichbehandlung unterschiedlicher Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik, und
  2. zur Behandlung von Krankheitssymptomen ohne Ansehen ihrer Ursachen.
  3. Bestehende Krankheitssymptome werden bei Anwendung wenig verdünnter Homöopathika oft verstärkt ("Erstverschlimmerung"), und
  4. gibt es Fehldiagnosen bei Krankheiten, die im Frühstadium symptomfrei sind.

Eine "Bilanz der Mißerfolge" listet Wolter (49) auf. Könnten homöopathische Mittel positive Effekte vorweisen, sie wären längst von der Wissenschaftsmedizin übernommen worden. In ihrer langen Geschichte hat die Homöopathie aber in keinem einzigen Fall durch ihr Verfahren der Arzneimittelprüfung an Gesunden eine Therapie entdeckt, die Eingang in die Wissenschaftsmedizin gefunden hätte.

Auch bei den Versuchen, ihre Theorie rational zu erklären, ist die Homöopathie bisher gescheitert. Ist es nicht merkwürdig, daß andere Verfahren wie Bach-Blüten-Therapie und selbst Geist-Heilung, die auf ganz unterschiedlichen Theorien beruhen, von ähnlichen Erfolgsraten berichten?

Was Homöopathen glauben müssen:

  • Das Massenwirkungsgesetz gilt in der gesamten Biochemie und Biologie, aber nicht in der Homöopathie
  • Wässrige Lösungen enthalten äußerst stabile Strukturen, die beim "Potenzie- ren" verstärkt werden oder sich vermehren
  • Die Loschmidt`sche Zahl ist irrelevant
  • Homöopathisches Verdünnen potenziert die gewünschten Heilwirkungen, nicht aber die unerwünschten Wirkungen desselben Mittels
  • Das Potenzieren betrifft nur die Arzneimittel, nicht aber die Begleitstoffe, die Verunreini- gungen des Verdünnungsmittels
  • "Das Symptom ist die Krankheit" (Hahnemann)
  • Doppelblindversuche sind kein geeignetes Kriterium für den Wirksamkeitsnachweis
  • negative Resultate dürfen ignoriert werden, positive nicht

Homöopathie ist aus der Sicht der heutigen Wissenschaft inhärent unplausibel. Ein Haupthindernis ist die Idee des "Potenzierens". Schon die Bezeichnung ist irreführend, denn dieser Prozeß hat weder etwas zu tun mit dem mathematischen Potenzieren, noch mit dem positiv belegten Begriff der sexuellen Potenz. Nicht nachvollziehbar ist vor allem, daß eine Lösung durch Schütteln wirksamer werde, ja daß das Lösungsmittel allein noch wirksam sei, selbst wenn kein einziges Wirkstoffmolekül mehr darin enthalten ist.

Verdünnt man einmolare Lösungen um den Faktor 1:6x10 hoch 22, so ist in einem Kubikzentimeter davon mit einer Wahrscheinlichkeit von 99% kein einziges Molekül des Wirkstoffes mehr enthalten. Homöopathen verwenden Verdünnungen bis zu 1:10 hoch 120, ja 1:10 hoch1500! Das ist daßelbe, wie wenn man ein Reiskorn zermahlt, das Pulver in einem Wasserball von der Größe unseres Sonnensystems gleichmäßig verteilt, einen Tropfen davon nimmt und nochmals in derselben Menge Wasser verdünnt, und daßelbe zwei Milliarden mal (35)!

 

  
Selbstheilung durch Homöopathie
Siehe auch:
Das Immunsystem stärken durch Homöopathie: Er...
Homöopathische Ratgeber: Homöopathischer Ratgeber, B...
Kinder mit Homöopathie behandeln: Schwerpunktthema...
Erste-Hilfe-Homöopathie: Operationen, Verletz...
Nicht impfen - was dann ?
 
   
 
     
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